Dolce Lauda on the Road: Dolce Lauda in Köln: Siebzig Jahre italienische Verfassung

Dolce Lauda hat die lobenswerte Initiative zur Feier des siebzigjährigen Bestehens der italienischen Verfassung unterstützt, die am 12. November 2018 in den Räumlichkeiten der Universität Köln vom örtlichen Verein D.I.R.eV (deutsch-italienische Rechtswissenschaftler) organisiert wurde, der kürzlich von Studenten des binationalen Studiengangs Rechtswissenschaften der Universitäten Köln und Florenz gegründet wurde.

Nach einer knappen, aber präzisen Einführung mit vergleichenden Notizen zu den historischen Vorgängerverfassungen in Deutschland (Paulskirchenverfassung 1848, Weimarer Verfassung 1919) und in Italien (Statuto Albertino 1848) durch den Dekan der Universität Köln, Prof. Preis, und einer Darstellung der Besonderheiten des binationalen Studienganges durch Prof. Coelln, hat Prof. Pierluigi G Ferraro, Univ. Florenz, in einem sehr klaren Exkurs Strenge, Krisen und Änderungen der Verfassung seit den 50er Jahren bis heute vorgestellt; er skizzierte Fortschritte und Entwicklungen bei den Auswirkungen auf die Verfassungspraxis und den Veränderungen im Wahlrecht sowie im politischen und staatlichen Handeln, die die siebzig Jahre der Verfassungscharta geprägt haben.

Prof. Chiara Favilli bot den Anwesenden eine klare und leidenschaftliche Darstellung des in Art. 10 Abs. 3 der Verfassung verankerten Asylrechts und seines Verhältnisses zum EU-Recht an, wobei sie die historischen Gründe und die Ratio der Norm, ihre Anwendung im Laufe der Jahre, das Verhältnis zur Genfer Flüchtlingskonvention 1951, die Anwendung durch italienische Richter unter dem Verfassungsgebot bis hin zur von der EU im Jahre 1999 erworbenen Zuständigkeit, die Bedeutung des humanitären Schutzes nach dem T.U. 286/1998 Art. 5 Co. VI, bis zum jüngsten decreto sicurezza von 2018, der als Einschränkung des verfassungsrechtlich garantierten Asylrechts angesehen werden kann, ausführte.

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