Monatliches Archiv: Juni 2009

Ombudsstelle für Streitigkeiten zwischen Anwalt und Mandant

Der Ombudsmann für Mandanten, die sich durch  ihren Anwalt geschädigt sehen, ist bei der Bundesrechtsanwaltskammer  eingerichtet worden. Über die  Internetseite der BRAK www.brak.de wird bald jeder  Mandant den Ombudsmann anrufen können.
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Rechtsanwaltskosten als Schadensersatz

Dass Rechtsanwaltskosten einer geschädigten  Partei – die, um ihren Schaden geltend zu machen,  sich eben an einen Rechtsanwalt wenden musste -  grundsätzlich zu ersetzen sind, war bislang unstreitig.  Unerfreulich für viele Geschädigte war aber bislang,  dass die deutschen Gerichte nicht zum Ersatz  der Rechtsanwaltskosten in tatsächlich entstandener  Höhe verurteilten, sondern nur in Höhe der gesetzlichen  [...]
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Sitztheorie überlebt in der Schweiz

Wie mehrfach berichtet, hat der Europäische  Gerichtshof wiederholt entschieden (Centros Überseering,  Inspire-Art), dass in der Europäischen Union  nicht die von der deutschen Rechtsprechung früher  bevorzugte Sitztheorie Anwendung findet, sondern  die Gründungstheorie, d. h., dass die Gesellschaft  dem Recht des Staates unterliegt, in dem sie gegründet  ist und nicht des Staates, in dem sie effektiv tätig  [...]
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Grenzüberschreitende Sitzverlegung nicht möglich

Eine ungarische Gesellschaft wollte den Verwaltungssitz  ihres Unternehmens nach Italien verlegen.  Nach ungarischem Recht ist dies grundsätzlich  nicht möglich, ein „Umzug“ einer Gesellschaft  würde zur Löschung aus dem ungarischen Handelsregister  und zur Neugründung in Italien führen.  Der EuGH hat in diesem Fall (Cartesio, C-210/06)  keinen Verstoß gegen die Niederlassungsfreiheit  gesehen.  Nach neuer deutscher Rechtslage [...]
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EMRK: Keine Entschädigung für Zwangsarbeit deportierter italienischer Kriegsgefangener

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte  (Entscheidung vom 04.09.2007, 45563/04) hat  den Anspruch von 275 italienischen Staatsangehörigen,  die entweder selbst in deutscher Kriegsgefangenschaft  Zwangsarbeit leisten mussten oder  als Rechtsnachfolger von deportierten Häftlingen  geklagt hatten, zurückgewiesen. Die Straßburger  Richter stellten zunächst fest, dass die Bundesrepublik  nicht verpflichtet sei, Schäden wieder gut zu  machen, die das Deutsche Reich [...]
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Haftung des Abschlussprüfers

Das Testat eines Abschlussprüfers ist oft das entscheidende  Kaufargument, um Anteile oder Aktien  eines Unternehmens zu erwerben. Stellt sich dann  heraus, dass der Abschlussprüfer Fehler begangen hat  und das Testat nichts wert ist, stellt sich oft die Frage,  ob dieser nicht für seinen Fehler gegenüber den  Erwerbern haften soll.  Wie der BGH jetzt wieder bestätigt [...]
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Par Conditio im Verkehrsunfallrecht

Der Kassationshof hatte im Jahre 2000 (Nr.  1637/00) zugunsten der Versicherungen entschieden,  dass die Schadensersatzzahlungen an Staatsangehörige  außerhalb der Europäischen Union wesentlich  niedriger ausfallen können, als an EU-Bürger. Die  Entscheidung hatte sogenannte „Schmerzensgeldkäfige“  eingeführt, d. h. den Grundsatz, dass die Zahlungen  den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen  Umstände des jeweiligen Heimatlandes des Geschädigten  entsprechen müssen. Das gleiche [...]
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Verlust der Erwerbskraft einer Hausfrau und Anerkennung des Schadens aus „Chancenverlust“

Der Kassationshof hat mit Urteil Nr. 1343/09 auch  den besonderen Schutz der Erwerbskraft einer Hausfrau  unterstrichen, die aufgrund eines Verkehrsunfalls  gesundheitliche Dauerschäden erlitten hat, die  zu einer Berufsunfähigkeit geführt haben. Auch für  eine Hausfrau sei das Recht auf Arbeit ein wesentliches  Grundrecht. Der Hausfrau ist daher ein Schadensersatzanspruch  entstanden, auch für den Verlust  der Möglichkeiten, [...]
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Lange Verjährungsfrist des Schadensersatzanspruches

Die Gemeinsamen Senate des Kassationshofes  haben festgestellt, dass in Haftungsfällen, die durch  eine Straftat veranlasst wurden, die längere strafrechtliche  Verjährungsfrist auch für den zivilrechtlichen  Anspruch gelten kann; dies gilt selbst dann,  wenn die verletzte Partei keinen Strafantrag (querela)  gestellt hat. Der Richter ist dann gehalten, mit  den Mitteln des Zivilverfahrens zu prüfen, ob der  haftungsverursachende [...]
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Kundenstamm des Untervertreters

Der BGH hat noch einmal klargestellt, dass ein  Versicherungsvertreter nach Beendigung des Handelsvertreterverhältnisses  nicht ohne Weiteres die  Kunden des Unternehmens anschreiben kann, um  für sein neues Unternehmen zu werben, auch wenn  er diese selbst akquiriert hatte. Im entschiedenen  Fall war der Handelsvertreter nicht einmal unmittelbar  vertraglich an das alte Unternehmen gebunden.  Er hatte für seinen [...]
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