Monatliches Archiv: Juni 2009

Zwangsversteigerung per Internet

Nach einem Gesetzesentwurf der Bundesrepublik (BT Drucksache 16/12811)  werden die Gerichtsvollzieher in Zukunft gepfändete Sachen über das Internet versteigern  können. Dazu wird eine Änderung der ZPO nötig sein.  Bilanzrecht modernisiert  Am 26.03.2009 ist ein neues Gesetz „zur Modernisierung des Bilanzrechts“ (Bil-  MoG) verabschiedet worden. Bilanzen und Umsatzerlöse, die über die Definition  von kleinen, mittleren und [...]
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Internettipps

Das Center of transnational law (CENTRAL) an der  Universität Köln hat eine Internetseite zum transnationalen  Recht unter www.trans-lex.org eröffnet. Dort  finden sich nützliche Hinweise zu den Prinzipien des  grenzüberschreitenden Wirtschaftsrechts und viele  weiterführende Hinweise.  Mit Inkrafttreten des Rechtsdienstleistungsgesetzes  ist das Monopol der deutschen Rechtsanwälte  für juristische Beratungsleistungen entfallen.  Die Landesjustizverwaltungen haben eine Internetseite  eingerichtet, auf [...]
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Mehrwertsteuererstattung im Obsiegensfall

Der Kassationshof hat mit Urteil Nr. 10336/09 entschieden, dass die obsiegende Partei im Rechtsstreit auch einen Anspruch auf Erstattung der Mehrwertsteuer hat, die sie dem eigenen Rechtsanwalt gezahlt hat. Der Tenor mit der Kostentragungspflicht der unterliegenden Partei würde auch diese Kosten umfassen.
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Schriftsätze via E-Mail nicht fristwahrend

Der BGH hat in seinem Beschluss vom 04.12.2008  – IX ZB 41/08 bestätigt, dass ein via E-Mail eingereichter  Schriftsatz nicht die vorgeschriebene Schriftform  wahrt. In Deutschland sind demgegenüber fristwahrende  Schriftsätze per Telefax zulässig und  üblich.
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Keine Niedrigpreispolitik!

Ein Anwalt sendete E-Mails an den Mandanten, in  denen er Tätigkeiten des Forderungseinzuges anbot.  Unter anderem hieß es:  „Im Erfolgsfall berechnen wir Ihnen bei Beträgen  bis 3.000,00 Euro 5% des eingezogenen Betrages  und bei Beträgen ab 3.000,00 Euro 3% des  eingezogenen Betrages als erfolgsabhängige Vergütung“.  Der BGH hat festgestellt, dass die Werbung unzulässig  ist; interessant [...]
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Beweislast bei Falschberatung

Ein Steuerberater erteilte einer Gesellschaft einen  falschen Rat, in dem er behauptete, der Gewinn aus  einer Grundstücksveräußerung könne steuerfrei bleiben.  Die Mandantin veräußerte darauf das Grundstück  und musste 300.000,00 Euro Steuern zahlen.  Sie hatte daraufhin den Steuerberater in Regress  genommen.  Der Bundesgerichtshof hat, nachdem er eindeutig  die Falschberatung festgestellt hatte, den Schadensersatzanspruch  dennoch zurückgewiesen, da  [...]
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Regressforderung gegen Rechtsanwalt

Wie der italienische Kassationshof entschieden hat (Entscheidung vom 27.05. Nr. 12354/09), kann der Mandant, der von seinem Rechtsanwalt zu spät über die Möglichkeit der Einlegung eines Rechtsmittels gegen eine ungünstige Entscheidung informiert worden ist, alleine wegen des Verlustes der Berufungsmöglichkeit („perdita di chance“) keine Schadensersatzansprüche geltend machen. Die [...]
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Ordnungsgeld gegen EG-Ausländer

Wie das OLG Hamm entschieden hat (Beschluss  vom 02.10.2008, 19 W 21/2008) kann die Anordnung  des persönlichen Erscheinens eines im Ausland  lebenden ausländischen Staatsangehörigen als Partei  vor einem deutschen Gericht nicht mit Ordnungsgeld  durchgesetzt werden. Dies gelte auch  für EG-Bürger. Italienische Parteien, die vor einem  deutschen Gericht geladen werden, müssen daher  nichts befürchten. Ob das [...]
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Anwälte schließen Finanzierungsabkommen mit Bank

Die Rechtsanwaltskammer Venedig hat mit der  Bank CARIGE eine Vereinbarung geschlossen, die es  Mandanten ermöglicht, eine Finanzierung für ihre  Anwaltsrechnung zu erhalten und diese ratenweise  der Bank zurückzuzahlen. Für die Bank bedarf es  noch einer Erklärung der Anwaltskammer, dass die  Rechnung angemessen ist; mit dieser Erklärung und  mit der Rechnung kann der Mandant zu jeder [...]
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Krankheit in Italien kein Hindernisgrund

Der Kassationshof hat mit seiner Entscheidung  5496/09 vom 09.02.2009 festgestellt, dass ein einfaches  ärztliches Attest, das von einem Anwalt eingereicht  wird, nicht ausreicht, um eine Verhandlung  in einem Strafprozess zu verlegen. Der Anwalt muss  schon eine schwere Krankheit darlegen, die die Einweisung  in ein Krankenhaus erfordert.
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