Zahlungsverzug in der europäischen Union

Nach einer Mitteilung der europäischen Kommission vom 09.07.1997 (Kommissar Christos Papoutsis) haben die Mitgliedsstaaten in den letzten Jahren zu wenig Maßnahmen getroffen, um Verbesserungen im Zahlungsverkehr zu erzielen. Das allgemeine Zahlungsverhalten hat sich in Europa nicht verbessert. Immer länger werdende Zahlungsfristen haben gravierende Auswirkungen auf alle europäischen Unternehmen, insbesondere auf kleinere/mittlere Unternehmen, deren Wettbewerbsposition als Zulieferer von großen Unternehmen durch absichtliche Zahlungsverzögerung erheblich beeinträchtigt werden kann. Interessant ist das Ergebnis einer Untersuchung hierzu: Danach betragen die durchschnittlich vertraglich vereinbarten Zahlungsfristen 1996 in Finnland 19, in Norwegen 21 Tage, in Griechenland 75 Tage, in Spanien 68 Tage und in Italien 65 Tage. Der durchschnittliche Zahlungsverzug (d. h. der Zeitraum zwischen der tatsächlichen Zahlung und dem vertraglich vereinbarten Datum) betrug in Europa 15 Tage (Norwegen lag bei nur 6 Tagen, Schweden und Dänemark bei 7 Tagen, Portugal 41 Tage, Italien 22 Tage und Belgien 20 Tage). Der Bericht der Kommission ist auf Internet verfügbar http://europa.eu.int/en/comm/dg23/guide.en/payments/htm

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